Vor acht Tagen drehte der Wind auf Ost und brachte die eisige Kälte mit. Der lebhafte Ostwind (BTF 5 bis BTF 9) sorgte für extremes Niedrigwasser, das "Mittlere Hochwasser" und das "Mittlere Niedrigwasser" fielen um 1.5 Meter niedriger aus. Viele Strände mit den davor gelagerten Wattflächen wurden beim Hochwasser nicht mehr überspühlt, die Wattflächen gefroren und vereisten. Die kleinen Fischerhäfen und Jachthäfen vielen ebenfalls trocken. Für die Menschen war es ein sehr begehrtes Schauspiel und Fotomotiv aber für die Vögel die auf das Wattenmeer angewiesen sind, weil sie dort ihre Nahrung aus dem Wattboden beziehen, mussten sich Alternativen suchen. (Viele Limikolen sind leider im Wattenmeer verhungert) Die Alpenstrandläufer und Sanderlinge kamen bis in die Wohngebiete, um dort die Grasflächen zu durchstöbern und die großen Brachvögel fand man in großen Trupps auf den Weiden. Zu dem niedrigen Wasserständen kam noch die gefrorenen Küstengebiete dazu. Von der vereisten Ostsee, bis über die gefrorenen Küstenstreifen Deutschlands, bis hin zu den gefrorenen Küstengebiete der Niederlande. Überall sah man die gleichen Bilder. Temperaturen von - 6 Grad in Holland und -9 bis - 15 Grad an den deutschen Küsten, sorgten zusammen mit dem Ostwind für sibirische Verhältnisse.
Blick auf die Vogelinsel Neuwerk bei Hochwasser
Wattfläche zwischen Neuwerk und Duhnen bei Hochwasser
Blick vom Wurster Fischerhafen bei Hochwasser
In den kommenden Tagen weicht die Frostluft wieder und der Wind dreht dann wieder auf West. Dann kommt es wieder zur Normalität an der gesamten Nordseeküste und auch der Ostseeraum wird dann mit milder Luft versorgt.
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